Über meine Kunst

Ich bewege mich zwischen Wiedererkennbarem und Auflösung. Vertraute, organische Formen werden in eine geometrische Bildsprache überführt, reduziert auf Kreise, Flächen und klare Strukturen. Dabei entsteht ein Dialog zwischen Natur und Ordnung, zwischen Bewegung und Konstruktion – angelehnt an die Prinzipien des Kubismus, jedoch mit heutigem Blick.

Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt in zeichnerischen Skizzen. Hier verschieben sich Innen- und Außenwelten, feste Grenzen werden durchlässig, Maßstäbe verlieren ihre Eindeutigkeit. Vertraute Formen tauchen in neuen Zusammenhängen auf, wirken bewohnt, geöffnet oder neu gedacht. Zwischen Abstraktion und leiser Erzählung entstehen Bildräume, die nicht erklären, sondern einladen – zum Entdecken, Weiterdenken und eigenen Interpretieren.

„A painting is not about experience. It is an experience.“
Mark Rothko

Meine Werte in der Kunst

Wir leben in einer Zeit, in der alles schneller werden soll: mehr Sichtbarkeit, mehr Output, mehr Reize. In diesem ständigen Höher, Schneller, Weiter geht oft das verloren, was nicht sofort messbar ist – Tiefe, Präsenz und das Gefühl von Echtheit. Meine Arbeit versteht sich als bewusster Gegenpol zu dieser Entwicklung. Sie lädt dazu ein, innezuhalten, genauer hinzusehen und wieder Verbindung aufzunehmen – mit dem Bild, mit dem Moment und mit sich selbst.

Originalkunst – Klassische Ästhetik, digital interpretiert

Ob klassisch in Öl auf Gessoboard oder am digitalen Pinsel: Im Zentrum meiner Arbeit steht die Schichtung von Farben und das Spiel zwischen Fläche und Raum. Durch bewusste Vereinfachung lasse ich neue Perspektiven auf das Bekannte entstehen. Die digitale Malerei erlaubt mir dabei eine Präzision und Tiefe, die die Grenzen der traditionellen Technik erweitert, ohne deren malerische Seele zu verlieren.

Tiefe statt Beliebigkeit

Mich interessiert nicht das Gefällige oder sofort Erklärbare. Meine Arbeiten wollen Raum öffnen für eigene Gedanken, Gefühle und Assoziationen. Sie laden dazu ein, sich einzulassen und hinter die Oberfläche zu schauen. Tiefe entsteht dort, wo nicht alles festgelegt ist, sondern Bedeutung wachsen darf.

Ruhe statt Rastlosigkeit

In einer Welt voller Tempo und Dauerbeschallung verstehe ich meine Kunst als Ort der Entschleunigung. Sie muss nichts antreiben und nichts beweisen. Sie darf still sein, offen, atmend. Ein Gegenraum zur ständigen Bewegung – für Momente, in denen man einfach schauen und sein darf.